Authentizität

Produktdesign lesbar und Architektur identifizierbar machen

Kulturelle Wirkung von Farbe
Wir alle bewerten Farbe aus den Erfahrungen, die wir mit ihr gemacht haben. So kann ein Produkt oder ein Gebäude anhand nachvollziehbarer Kriterien in eine bestimmte Phase des 20. Jahrhunderts eingeordnet werden. Wir kennen die Farbsprache der fünfziger Jahre und können sie von der Farbsprache der 90er Jahre unterscheiden. Selbst wenn wir diese Zeit nicht selbst erlebt haben, werden die Kodierungen über die Medien kommuniziert und in der gesellschaftlichen Wahrnehmung mehr oder weniger gefestigt.

Farbe ist Herkunft und Zukunft
Für die zukünftige Farbgestaltung eines Objektes ist es hilfreich, den historischen und örtlichen Kontext des Produktes zu definieren und die Farbsprache des umgebenden Farbmilieus zu untersuchen. Die Herkunft verrät etablierte Farbcodes und erleichtert die Kommunikation eines Produktes im Milieu der Zielgruppe. Als Kriterium von Qualität spielt Authentizität eine entscheidende Rolle. Die Zukunft der Farbe ist allerdings frei.

Farbsymbolik
Zur kulturellen Wirkung von Farbe gehört auch das Kapitel Farbsymbolik. Farbsymbolik war in früheren Jahrhunderten ausgeprägter als es heute der Fall ist. Als nur ein kleiner Teil der Gesellschaft lesen konnte, vermittelte Farbe einfache Botschaften. So gibt es religiöse Bedeutungen von Farbe (Lithurgie), Farben, die Königen vorbehalten waren, oder Farben, die für bestimmte Rituale stehen (Hochzeit, Begräbnis, …). Diese Farbcodes haben insofern kulturelle Bedeutung, weil sie Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens definieren.

Die Konventionen oder Klischees der Farbsymbolik sind wahrscheinlich die einfachste Sprache die wir mit Farbe sprechen können. Leider verbleibt die Symbolik oft bei den einfachen Grundfarben. Die einfache Farbsymbolik ist für die meisten heutigen Designaufgaben lediglich ein Startpunkt um eine passende Farbe zu finden oder bestimmte Farbklischees zu vermeiden.

Visuelle Kommunikation ist haptische Kommunikation

haptic visuals 2003

„Begreift man, dass die Interpretation des Seheindrucks zu einem Großteil auf körperlichen Erfahrungen beruht, so werden Gestaltungselemente wie Farbe Spielelemente einer auf Bewegungsdynamik und unmittelbarem Gefühl beruhenden Welt.“ haptic visuals, 2003

Während optische Farbkonzepte vornehmlich die Unterschiedlichkeit, Wichtigkeit und Position eines Objekts über die menschlichen Fernsinne (Sehen und Hören) markieren, betrifft der zweite entscheidende Faktor eines Farbkonzepts die Erzeugung von Empathie und persönlicher Nachvollziehbarkeit über die direkt körperlich empfundenen Nahsinne (Fühlen, Riechen, Schmecken).

Farbe ist Inhalt, nicht Oberfläche
Ein sensuell-haptisches Farbkonzept greift die gewohnheitsmäßige, intermodale Vernetzung aller Sinne auf. Das kann gelingen, weil Farbe bestimmte Erwartungen an körperliche Gefühle weckt. Farben wirken rau oder glatt, weich oder hart, spitz oder rund, schwer oder leicht, flach oder räumlich. Um Farbbedeutungen zu verstehen, ist es also hilfreich, das Sehen als eine Form des Fühlens, aber auch des Hörens und des Riechens auf Entfernung zu begreifen. Farbkonzepte müssen also gefühlte Strukturen und Objekteigenschaften, ja sogar räumliche, akustische und olfaktorische Bedeutungen herausfiltern und berücksichtigen.

Farbe als emotionaler Raum
Ein gutes haptisch-sensuelles Farbkonzept kann die Sinne des Menschen stimulieren und die besondere emotionale Beziehung zu seiner Umgebung hervorheben und stärken. Gestalter konstruieren objekthafte Räumlichkeit über die Definition von Licht und Schatten, legen Schwere und Leichtigkeit über Helligkeiten fest, beeinflussen Dynamik, Geschwindigkeit und Lautstärke über aktive oder ruhende Farben und definieren Nähe und Entfernung über Sättigungen. Die körperlichen Faktoren der Farbe können in ein dreidimensionales Farbsystem übersetzt werden, das zwischen Helligkeiten (schwer/leicht, unten/oben), Sättigungen (nah/entfernt, bewegt/unbewegt) und Farbtonunterschieden (kalt/warm, spitz/rund) unterscheidet. Die drei optischen Variablen eines Farbsystems verweisen also systematisch auf bekannte Sehgewohnheiten und Gefühle körperlicher Art.

Optische Wirkungen

Farbe und Typografie

Farben fügen einem Produkt eine Ebene hinzu, die das Produkt in seiner Wirkung verändert.

Daher ist Farbdesign immer ein entscheidender Faktor im Entwurfsprozess. Selbst der Verzicht auf Farbe erfordert eine Entscheidung, sprich, ein Farbkonzept.

Leben in Graustufen?

Warum eigentlich nicht?

Viele Menschen halten Farbe für überflüssig. Und tatsächlich kämen wir durchaus ohne Farbe aus. Viele Aspekte des Lebens funktionieren auch in Graustufen, Schwarz und Weiß.

Ich halte Farbe dann für außerordentlich wichtig, wenn sie Kommunikation für Menschen erleichtert. Und das ist eigentlich ständig der Fall. In vielen Fällen ermöglicht allein Farbe das Finden, Identifizieren und Erkennen eines Sachverhaltes oder einer Emotion. Produkte im Supermarkt allein über Schrift und Typografie zu unterscheiden ist vorstellbar. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der Einkauf dann ein Vielfaches an Zeit in Anspruch nehmen würde. Farbe schafft Ordnung, und Ordnung schafft Orientierung.

Die Stärke der Farbe liegt in der schnellen Vermittlung eines Codes, der weitgehend unbewusst funktioniert. Wir nehmen die Bedeutung der Farbe an, als wäre sie bereits immer da und eine ganz natürliche, unmittelbare Wahrnehmung. Daher können wir auch so schlecht unterscheiden, ob Farbbedeutungen angeboren sind oder nicht. Es ist eher wie bei der Sprache. Die Fähigkeit zu sprechen ist angeboren, die Anwendung der komplexen Bedeutungen von Sprache müssen wir allerdings Stück für Stück erlernen. So verstehen wir je nach Erfahrungsgrad die farbigen Signale von Äpfeln, reifen Bananen oder Schokoladenverpackungen, Ampeln, Parteien oder Markenidentitäten und Corporate Colors.

Farbe und ihre Nuancen definieren gesellschaftliche Riten, technische Funktionalitäten, Geschmacksfragen, Produkterwartungen, Geschlechterrollen, Haptik und Feingefühl sowie gesellschaftliche Klischees und Zugehörigkeiten. Die Farbauswahl ist deshalb in allen Bereichen des Lebens wichtig, weil Farbe ein entscheidender Faktor zur erfolgreichen Orientierung innerhalb unserer Gesellschaft ist.

Die Sprache der Farbe

anekdotische Farbkonzepte

Farbe ist schreiend und flüsternd, weich oder hart, leicht oder schwer, duftend oder riechend, süß oder sauer, nah oder fern, jung oder alt. Farbe vereint Eigenschaften aus allen menschlichen Sinnen und bildet damit eine Metaebene, die alle Formen der visuellen Kommunikation beherrscht.

Farbe beeinflusst die Wirkung von Typografie und Illustration, analoger und digitaler Grafik, Fotografie und Film, Markenbotschaften und Corporate Identities, Werbung, Produkt- und Verpackungsdesign, sowie Ausstellungen, Innenraumgestaltung und Architektur. In verschiedenen Umfragen nennen Konsumenten Farbe als eines der wesentlichsten Entscheidungskriterien für ein Produkt.

Eine Welt ohne Farbe hätte weitreichende Folgen. Denn Farbe kommuniziert Bedeutungen, die uns das schnelle Erkennen von Botschaften ermöglicht. Besonders in der Fähigkeit zur differenzierten Unterscheidung liegt der Mehrwert von Farbe. Wer Farbe lesen kann, erkennt unterschiedliche Produktqualitäten wie Frische und Geschmack oder Materialität bereits von weitem.

Ähnlich wie die Sprache haben wir die Bedeutung von Farben zum großen Teil erlernt. Allerdings nicht durch den bewussten Umgang mit Buchstaben und Worten, Grammatik und Satzbau, sondern zum allergrößten Teil durch das unbewusste Beobachten und Verinnerlichen der Welt, die wir mit unseren angeborenen Sinnen aufnehmen. Daher ist die Bedeutung von Farbe anders als schriftliche Botschaften ungleich subtiler und schwerer zu entschlüsseln. Das Sehen von Farbe gleicht einer Sprache, die wir zwar irgendwie verstehen, deren Grammatik wir in den meisten Fällen aber nicht kennen.

Gutes Farbdesign ermöglicht lesbare und identifizierbare Objekte und Räume in beinahe allen Lebensbereichen. Identifizierbar bedeutet, diejenigen Farben und Materialien auszuwählen, welche die Essenz des Objektes oder Raumes im zeitlichen und räumlichen sowie funktionalen Kontext unterstreichen. Durch die Anwendung spezifischer Methoden des Farbdesigns können wir die Codes oder die Sprache der Farbe kontextgebunden an die Gegenwart und mögliche Zukunft anpassen. Messen können wir das an der Akzeptanz unserer Medien, Räume und Produkte.

Grassimesse Leipzig

ausstellung mit dem institute international trendscouting

Besuchen Sie unsere Ausstellung auf der Grassimesse in Leipzig (23.-25. Oktober 2015).

Die eigens für den Anlass der Messe konzipierte Ausstellung vermittelt die Arbeitsmethoden der Zukunftsforschung Farbe in Zusammenarbeit mit dem Institute International Trendscouting, Hildesheim. Die Ausstellung schließt den Bogen von der Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtung Farbe über experimentelle Oberflächenstudien bis zu den Farbtrends 2016/17.

http://www.grassimesse.de/de/aktuell/

 

ancient tactile surfaces and technological production

oberflächendesign, versteinerungen

Neue Technologien werden interessant, wenn sie mit historischen Szenarien verbunden werden. Gleichzeitig können moderne Materialien die Atmosphäre des historischen aufnehmen und zu einem ganz neuen Spannungsfeld werden. Es ist nicht mehr zu entscheiden, ob das Ergebnis alt oder neu ist. Zeitrichtig ist es allemal.

historical tactile surfaces and technological production

oberflächendesign, höhlenmalerei, holzimitation

Neue Technologien werden interessant, wenn sie mit historischen Szenarien verbunden werden. Gleichzeitig können moderne Materialien die Atmosphäre des historischen aufnehmen und zu einem ganz neuen Spannungsfeld werden. Es ist nicht mehr zu entscheiden, ob das Ergebnis alt oder neu ist. Zeitrichtig ist es allemal.

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color spectrum emotion

farbspektren in kombinatorik, helligkeit und kontrast

Farbspektren in einfacher emotionaler Einordnung. Serienkollektion in 25 Stufen und 25 Emotionslagen.

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acoustic system color and pattern

modulare Akustikelemente, Farbe und Form

artificial nature

zwischen künstlichkeit und natürlichkeit

Unsere Art der Wahrnehmung und unsere Sozialisation lässt bestimmte Muster und Sehgewohnheiten entstehen. Farbe ist immer ein Verweis auf natürliche Oberflächenmaterialität. Farbe kann Materialien schwer, leicht oder weich wirken lassen. Dazu vermittelt Farbe komplexe emotionale Zusammenhänge, wirkt haptisch und kann kitzelig, gradlinig oder spitz wirken. Eine grafische Oberflächenstruktur kann in Zusammenhang mit einer Farbe zu einem stimmigen Gebilde mit stimmiger Oberflächenqualität werden. Die Botschaft eines Oberflächenmaterials kann dadurch gezielt eingesetzt werden. Wir gestalten im Kurs Oberflächenkompositionen als Prototypen für den Bereich Automotive, Color & Trim, Wand, Boden oder Decke.

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color research

haptic visuals - oberfläche und struktur - farbe und ihre beziehung zur tastwahrnehmung

Die taktil-haptischen Signale, die von den Zeichen ausgehen, bezeichnen die Struktur und Gliederung einer Oberfläche. Es entsteht so eine Basis für die Gestaltung von Oberflächen. Im Rahmen der Stimmigkeit von Bedeutungen ist diesen Grundkriterien Folge zu leisten. Nur so kann ich die Farbe in ihrer Struktur verstehen und von anderen signifikant unterscheiden. Eine leichte Farbe mit einer schweren Struktur verweist auf einen Gegensatz, der in der Wahrnehmung paradox wirkt und nicht verstanden werden kann. Die Farbe versucht in diesem Fall aus der Struktur eine andere zu machen als sie eigentlich ist, sie versucht, abzuschwächen, zu verniedlichen.

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raw nature

raw color and material scenarios for product and interior design

visualizing color scenarios

color combination as a method of conceptualizing product ranges

surface studies

hawk surface lab has been displayed at Bau 2012 in Munich

DETAIL research White Cube

Produkt: HAWK SURFACE LAB

Themenbereich des Produktes: Material-Design / Trends

Hersteller: HAWK Institute International Trendscouting / Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim, Holzminden, Göttingen, Fakultät Gestaltung/Studierende des Kompetenzfeldes Farbdesign unter Leitung von Dipl.-Des. Timo Rieke, Verw.-Prof. mit Dipl.-Des. Martin Brandes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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trendscouting july 2015

scouting session with the institute international trendscouting and zukunftstil

Our trendscouting workshop was leading to three different main trends. One is basic_prime a scenario that is build upon vivid red, blue and yellow. These basic colours are surrounded by a grounded yellowish grey, anthrazith, emotional rose and heavenly light blue. This is basic but playful. A known scenario taken from history broken by naive and  childish behavior, settled in neutrals. Second is re_comfort, a scenario that takes place now but is settled in the unfearful times before HIV and oil crisis in the early seventies. Vivid but earthy.

 

trendscouting

winter session 14/15

detail praxis

Farbe: Entwurfsgrundlagen, Konzeptionelles Farbdesign, Gestaltung von Raumatmosphären

Timo Rieke, Verw.-Prof., Dipl.-Des. (Lehrgebiet Farbdesign an der HAWK Hildesheim) ist Co-Autor der Publikation DETAIL-Farbe. Sein Beitrag “Farbkonzepte” ist Teil des Buches von Autor und Herausgeber Prof. Dr. Axel Buether innerhalb der Reihe “DETAIL-Praxis”.

“DETAIL Praxis – Farbe: Entwurfsgrundlagen, Konzeptionelles Farbdesign, Gestaltung von Raumatmosphären

Farbe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Farben wirken auf den Menschen, sie erzeugen Emotionen und wecken häufig Erinnerungen. Mit Farben beschäftigen sich daher nicht nur Künstler, sondern auch Naturwissenschaftler, Psychologen, Planer, Schriftsteller etc. Für den Architekten gehört die Farbwahl zu einer sehr anspruchsvollen Aufgabe, die – professionell umgesetzt – enorme Wirkung erzielen kann.

Dieser Band aus der Reihe DETAIL Praxis vermittelt die für jeden Architekten relevanten Fachkenntnisse im Umgang mit Farben: von der Farbtheorie und den Gesetzen der Farbharmonie über Grundlagen der Farbwahrnehmung und -wirkung bis hin zu Strategien für die Entwicklung schlüssiger Farbkonzepte im Entwurfsprozess. Farbe in Stadt und Land, historische Betrachtungen zur Farbkultur, Fakten zu wesentlichen Raumwirkungen, zur Materialität, zum Einfluss von Licht und Farbe auf den Entwurf sowie zu Farbordnungen und -systemen runden den Theorieteil der Publikation ab. Verschiedene internationale Projektbeispiele im Innen- und Außenraum zeigen darüber hinaus den gelungenen Umgang mit Farbgestaltung und liefern Inspirationen für die eigene Praxis.

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color combinator 2014

easy tool for color design

farbe als experiment

video dokumentation

Video-Dokumentation „Farbe als Experiment“

a question of color

wie wir sehen, was wir sehen

bouquet des fleurs

multicolored scenarios for overwhelming atmospheres in fashion and interior design

visual haptics – zum zusammenhang von haptik und farbwahrnehmung

vortrag: litg-tagung licht und lebensqualität, weimar

Abstract: „Begreift man, dass die Interpretation des Seheindrucks zu einem Großteil auf körperlichen Erfahrungen beruht, so werden Gestaltungselemente wie Farbe Spielelemente einer auf Bewegungsdynamik und unmittelbarem Gefühl beruhenden Welt.“ Farbe weckt bestimmte Erwartungen an körperliche Gefühle. Farben wirken rau oder glatt, weich oder hart, spitz oder rund, schwer oder leicht, flach oder räumlich. Um Farbbedeutungen zu verstehen, scheint es hilfreich, den Seheindruck direkt mit dem Tastsinn zu korrelieren. Die Studie „haptic visuals – Oberfläche und Struktur – Farbe und ihre Beziehung zur Tastwahrnehmung“ untersucht diese Zusammenhänge und zeigt, dass sich die haptischen Faktoren der Körperfarben in ein dreidimensionales System übertragen lassen, das zwischen Farbtönen (kalt/warm, spitz/rund), Helligkeiten (schwer/leicht, oben/unten) und Intensitäten (nah/entfernt, bewegt/unbewegt) unterscheidet. Identifizierbare Gestaltungen von farbigen Oberflächen, Formen und Räumen hängen direkt mit der Beurteilung der Farbe unter haptischen Gesichtspunkten zusammen.

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the future of color and material

focusing color on the subjects of tomorrow

farbe als experiment

international conference in wuppertal

Farbe als Experiment?

Vom 25. bis 26. September 2014 veranstalten das Deutsche Farbenzentrum e.V. (DFZ) und die Bergische Universität Wuppertal eine internationale Konferenz zum Thema „Farbe als Experiment“.Die versammelten Wissens- und Anwendungsgebiete der Farbe präsentieren aktuelle Forschungs- und Entwicklungsfragen ihrer Disziplinen in einem universitären Sinne von Weiterbildung, der sich durch Partizipation, Interdisziplinarität und Wissenstransfer auszeichnet. Die im Rhythmus von zwei Jahren stattfindende Farb-Konferenzreihe bietet ein mittlerweile anerkanntes Forum interdisziplinärer, fachwissenschaftlicher wie anwendungsorientierter Weiterbildung und Vernetzung in Bildung, Handwerk, Technik und Design, in Geistes- und Naturwissenschaften, in Kunst, Architektur und Medien.

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Tanz Exhibition Graphics

Deutsches Hygienemuseum Dresden

 

 

 

surface storytelling

combination of traditional motifs and technology

Known surface structures and finishes have an elementary impact on the perception of materials. The combination of traditional techniques and up-to-date technology creates atmospheric and fascinating products.

farbige bauprodukte für die zukunft

Ausstellung disPLAY III, Duisburg

Im November 2014 wurde die Sonderaustellung „disPLAY03, Farbe als Experiment“ im Rahmen des Kongresses ArchitekTOUR des Verlags Heinze gezeigt. Die Ausstellung auf einer Fläche von 250 m2 konnte 1100 Fach-Besucher aus dem Bereich Architektur erreichen.

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detail praxis – co-author

Farbe: Entwurfsgrundlagen, Konzeptionelles Farbdesign, Gestaltung von Raumatmosphären

DETAIL Praxis – Farbe: Entwurfsgrundlagen, Konzeptionelles Farbdesign, Gestaltung von Raumatmosphären

Autor: Axel Buether

NEU Februar 2014
112 Seiten mit zahlreichen Zeichnungen und Fotos
Format 21 x 29,7 cm
ISBN 978-3-920034-96-6

Autoren
Prof. Dr.-Ing. Axel Buether (Autor & Herausgeber)
Dipl.-Des. Dipl.-Ing. Anke Augsburg
Prof. Dr. phil. Dott. Thomas Danzl
Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Des. Andreas Kalweit
Dr.-Ing- M.A. AnneMarie Neser
Verw.-Prof. Dipl.-Des. Timo Rieke
Kunsthistoriker M.A. Lino Sibillano
Prof. Dipl.-Des. Axel Venn
Dipl.-Farbgestalterin HF Marcella Wenger-Di Gabriele
Dr. phil., Kunsthistorikerin M.A. Stefanie Wettstein

Einen Blick in die Publikation können Sie auf der Detail-Website werfen: Link

 

Auszeichnung Materialpreis

2. Auszeichnung Studien, Materialpreis 2013, Raumprobe, Stuttgart

2. Auszeichnung STUDIEN » experimentelle Oberflächenstudie

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campus waldfelden, ch

Lebendigkeit und Stimmigkeit prägen das Farbkonzept zum Schulcampus Lichtung. Die 11 Farben sind aus der Umgebung Weinfeldens entnommen und fügen sich stimmig in die Umgebung ein. Die Farben sind kontrastreich konzipiert, möglichst unterscheidbar und bilden den lebendigen Hintergrund für die Schulszenerie. Erdige und Naturfarben fügen sich zu einem Gesamtspektrum, dass je nach Jahrezeit vom Grün des zentralen Rasens und den Farben des Himmels ergänzt wird. mehr …

Ringvorlesung II

7. Januar 2014, "Inspiration"

Am 07. Januar 2014 um 19 Uhr verrät Timo Rieke, was ihn inspiriert und welche Bedeutung dies für seine Sicht auf das Design hat

Die Veranstaltung findet in Raum 120 in der Kaiserstraße 43-45 in Hildesheim statt. Die Ringvorlesung bringt Studierende und Lehrende außerhalb der Lehre über aktuelle Themen des Designs ins Gespräch miteinander. Die zweite Ringvorlesung im Wintersemester 2013/2014 findet eine Woche später statt: am 14.01.2014 um 19 Uhr. Ebenfalls in Raum 120 in der Kaiserstr. 43-45 wird Sabine Foraita uns Einblicke in ihre Inspirationen und ihre Sicht auf die Entwicklung des Designs geben. Die Ringvorlesungen haben mittlerweile schon eine lange Tradition an der Fakultät Gestaltung – organisiert werden sie von Barbara Kotte.

Termine Ringvorlesung:

07.01.2014 um 19 Uhr mit Timo Rieke, Verw.-Prof., Raum 120
14.01.2014 um 19 Uhr mit Prof. Dr. Sabine Foraita, Raum 120

laser surface studies

Studien im Umgang mit Laser und Material

cloud#9 magazine

internal monthly magazine for coop himmelb(l)au, vienna

folded A3 paper inhouse production. presentation of projects and activities around the architectural office of chbl, vienna.

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all fonts gone

Die Hausbesorgerszene (der Hausbesorger ist etwa vergleichbar mit einem im Haus wohnhaften Hausmeister) ist in Wien sehr ausgeprägt und erfreut sich allseitiger Beliebtheit. Die Hausbesorger bleiben im Allgemeinen freundlich im Hintergrund, kümmern sich um ausgefallene Glühlampen, einen sauberen Hausflur, Dachlawinenwarnungen und natürlich um eine einwandfreie Aussenansicht ihres Betreuungsobjektes. So gab es die längste Zeit gar ein Hausbesorgergesetz, das einen verpflichtenden Hausbesorger vorsah. Die Bestürzung war groß als im Jahr 2000 die blau-schwarze Regierung das Gesetz aufhob. Denn der Hausbesorger ist noch immer die Seele eines gut funktionierenden und harmonischen Wiener Lebensstils, den man positiv als nachhaltig beschreiben kann.

So ist es nicht besonders verwunderlich, dass in Wien, der Stadt des Über-Ichs und des Unbewussten gerade der Hausbesorger seinen Beitrag zur Harmonie beisteuert und allseits Unerwünschtes wegstreicht und nivelliert.
Gerade die Botschaften der unreifen Jugend, hastig mit Sprühdosen auf Häuserwänden verewigt, stellen eine Störung der harmonischen Ordnung von Geist und Körper dar. Angesichts des Angriffs auf das Selbstverständnis des Wiener Lebensstils wird der Hausbesorger getreu dem Motto von Joseph Beuys, dass “jeder ein Künstler” sei zum ausführenden Organ einer der lebenswertesten Städte der Welt. Nur konsequent erscheint es da, dass angesichts der Leistungen der HausbesorgerInnen  im Jahr 2010 in einer Volksabstimmung die Rückeinführung des Hausbesorgergesetzes von 84% der Bevölkerung ausdrücklich gewünscht wurde.

eschehaeriefte nominated

our magazine is nominated for the german design award

caparol display design

farbe ausbau fassade, cologne, 2013

Ringvorlesung

18.12.2012 "Wer sehen will, muss fühlen"

Nach dem Erfolg der ersten Ringvorlesung an der Fakultät Gestaltung wird am 18.12.2012 Timo Rieke zum Thema „Wer sehen will, muss fühlen“ sprechen

Bei der Ringvorlesung hat man die Möglichkeit, Lehrende jenseits ihrer Lehrveranstaltung kennenzulernen und in den Diskurs zu gehen. Und das in einer entspannten Atmosphäre bei einem kühlen Getränk. Darum: Schon jetzt die Termine für 2013 notieren.

Am 08.01.13 sprechen Eckhard Westermeier mit dem Thema „Von der Prozession zum Prozessing“ und Stefan Wölwer mit dem Beitrag „Digital is so yesterday“. Das Finale der Ringvor-lesungsreihe im Wintersemester 2013 wird von Paul Schmits mit dem Thema „Innere Räume, äußere Räume“ bestritten.

Die Veranstaltung wird von Barbara Kotte organisiert und findet jeweils um 17 Uhr in Raum 120, Kaiserstraße 43-.45 in Hildesheim statt.

Escehaeriefte #2 at my fonts

tgm project participation, magazine in discussion at myfonts.de

“Ohne Worte: Timo Rieke studiert die visuelle Identität von Zeitschriften am Beispiel der Farb- und Formensprache der Covergestaltung.” Florian Hardwig für myfonts.de


ohne worte

article for escehaeriefte, tgm munich

Three articles published in escehaeriefte. workshop with tgm munich. nice.
http://www.slanted.de/eintrag/escehaeriefte-2


farbe wird oft mit buntheit verwechselt

RAL interview, 2010

„Farbe wird oft mit Buntheit verwechselt“
Ein Interview mit Jurymitglied Timo Rieke

Auch 2010/2011 vergeben die RAL gGmbH und das Institut Farbe.Design.Therapie den Europäischen FarbDesignPreis. Jurymitglied Timo Rieke ist überzeugt, dass gute Farbgestaltung belohnt werden sollte. Der Europäische FarbDesignPreis ist für ihn ein wichtiges Signal an Auftraggeber und Gestalter, der Farbe eine größere Bedeutung beizumessen. Timo Rieke ist Head of Graphic Design im Architekturbüro Coop Himmelb(l)au und selbständiger Farb- und Grafikdesigner in Wien. Er entwickelt Konzepte für Produkte, Architektur und Kommunikation.

Welche Rolle spielen Farben in Ihrem Alltag?

Wir stehen täglich vor hunderten Farbentscheidungen und merken es in den meisten Fällen nicht einmal. Denn Farbe ist etwas, das wir – keiner weiß genau wie – von klein auf gelernt haben. Man stelle sich also vor, es gäbe keine Farbe. Dann entsteht plötzlich eine ganz andere Wertschätzung. Farbe wird zu einer visuellen Sprache, die ihre Prinzipien hat, ohne die wir kaum auskommen. Einer Sprache, die wir als Farbdesigner ständig hinterfragen und aktiv anwenden. Deshalb liebe ich das schwarze Quadrat von Malevich so sehr. Es zeigte das erste Mal, wie es ist, wenn keine Farbe da ist, wir uns aber im Angesicht der Schwärze endlich der Farbe bewusst werden.

Wie setzen Sie Farben in Ihrer Arbeit ein und wie gehen Sie bei der Farbwahl vor?

Jedes Projekt hat ein eigenes Farbkonzept. Nie aber ist Farbe bloßer Selbstzweck, denn ihre Wirkung ist soziologisch und psychologisch argumentier- und begründbar. Wenn nötig, dann verzichte ich lieber auf Farbe, als sie in einer nicht mehr identifizierbaren Buntheit zu verlieren – Farbe wird leider oft mit Buntheit verwechselt. In der Arbeit als Grafikdesigner spielt die Farbe als emotionale Sprache immer eine Rolle – ob ich nun Leitsysteme gestalte, Plakate entwerfe oder Bücher entwickle. Als Farb-Designer entwickle ich Farbkonzepte und Farbwelten, die Leitfaden sein können für Stadtplaner, Architekten, Produktdesigner oder Materialhersteller. Dabei ist empirische Grundlagenforschung für mich die Basis von Gestaltung und Farbwahl. In meinem Buch „Haptic Visuals“ versuche ich, das Phänomen Farbe anhand von Berührung und taktilen Reizen zu verstehen. So ist zum Beispiel eine raue Oberfläche farblich ganz anders zu behandeln als eine glatte, weiche.

Warum engagieren Sie sich als Jury-Mitglied für den Europäischen FarbDesignPreis?

Ich glaube, dass der Europäische FarbDesignPreis einen Beitrag dazu leisten kann, Farbe als ein äußerst vielfältiges aber durchaus steuerbares Gestaltungsmittel zu kommunizieren. Dabei muss es wichtig sein, einen sensiblen Umgang mit Farbe, Materialität und Haptik in den Vordergrund zu stellen. Wenn Farb-Designer früh in den Gestaltungsprozess einbezogen werden, zeigt sich oft, dass ganz außerordentliche Ergebnisse entstehen, die weit über den originären Gebrauchswert eines Objektes hinausgehen.

Was ist das Ziel des Europäischen FarbDesignPreises?

Der Preis ist ein wichtiges Signal für Auftraggeber und Gestalter, zu zeigen, dass es sich lohnt, der Farbe einen größeren Rahmen einzuräumen. Farbe ist Lebenskultur. Gute Farbgestaltung gehört gefunden, belohnt und kommuniziert. Das passiert bisher viel zu wenig.

Nach welchen Kriterien werden die Preisträger ausgewählt?

Was ist Ihnen persönlich besonders wichtig? Neben den in der Ausschreibung festgelegten Kriterien ist es mir bei der Preisfindung nicht wichtig, ob es sich um ein großes oder ein kleines Projekt handelt. Oftmals sind es genau die kleinen sensiblen Projekte, die Neues entstehen lassen und besonders spannend sind. Aber auch große, interdisziplinär geführte Projekte werden sicher eine Rolle spielen.

Zum Europäischen FarbDesignPreis

Auch 2010/2011 zeichnen RAL gGmbH und das Institut Farbe.Design.Therapie herausragende konzeptionelle, gestalterische, handwerkliche, künstlerische oder wissenschaftliche Leistungen aus, bei denen Farbe als wesentliches Gestaltungsmittel eingesetzt wird. Der Europäische FarbDesignPreis ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Einsendeschluss für alle Einreichungen ist der 10. August 2011. Weitere Informationen und die vollständigen Ausschreibungsunterlagen stehen unter www.farbdesignpreis.com zur Verfügung.

https://www.ral-farben.de/timo-rieke-im-interview.html

signate system shenzen

Entwurf Leitsystem

for COOP HIMMELB(L)AU

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page article

Die Farbversteher – Page 10/2010

Als eine Emotion, die auf verschiedenen Sinneseindrücken beruht, hauptsächlich aber von Tastwahrnehmungen ausgelöst wird, begreift Timo Rieke Farbe. Er absolvierte erst das Farbdesign- und anschließend ein Grafikdesignstudium und ist heute Head of Graphic Design bei Coop Himmelb(l)au in Wien. Zusätzlich arbeitet er mit seinen Partnern Anja Sorger und Nestor Gianades an eigenen Projekten (www.gianades.de). “Wenn wir Farben beschreiben, verwenden wir häufig Begriffe, die vom Fühlen kommen, wie kalt oder spitz. Sehen ist so etwas wie eine erweiterter Tastsinn”, erklärt Rieke. Dieser Thematik befasst er sich intensiv mit seinem Buch “haptic visuals. Oberfläche und Struktur – Farbe und ihre Beziehung zur Tastwahrnehmung”.

“Begreift man, dass das Sehen zum Großteil auf Tasterfahrungen beruht, werden Gestaltungselemente wie Farbe Spielelemente einer auf Bewegungsdynamik und unmittelbarem Gefühl beruhenden Welt.” Farbe, so Rieke, sei Gefühl – und die Aufgabe des Farbdesigners bestehe darin, hieraus Farbstrategien für Produkte, Architektur und Kommunikation zu entwickeln. “Farbe ist für mich eine visuelle Sprache, die in jeder Anwendung Aufmerksamkeit erfordert. Auch wenn ich Bücher, Corporate Designs oder Leitsysteme mache, spielt sie, ebenso wie das Material, eine bedeutende Rolle.”

In der Buchgestaltung sieht Timo Rieke zurzeit viele gebrochene, natürlich wirkende Farben, wie helles, nicht gesättigtes, weiches Rosa, Graugrün oder Hellblau. “Häufig hört man, die Trendfarbe sei jetzt Gelb. Aber ich meine, Trendfarben werden zu pauschal behandelt. Man muss doch frage: Was ist das für ein Gelb, welche Materialität hat es?” Als Mitglied des Deutschen Farbenzentrums erstaunt ihn immer noch, wie vielfältig das Phänomen Farbe ist. “Da begegnet man Farbmetrikern, die die Technik in den Vordergrund stellen, und Künstlern, denen es vor allem um die Emotion geht. Ich glaube, wer die Farbe verstanden hat, der versteht die Welt.”

Artikelausschnitt aus der Page, 10/2010 “Die Farbversteher” von Antje Dohmann

profil

Farbe und Grafik für Produkt und Oberfläche

Graphik und Farbe für Produkt und Oberfläche
Muster und Ornamentik
Farbkollektionen/Trends/Boards
Produktfarbigkeit

Meine Philosophie und Art zu gestalten ist gekennzeichnet durch gezielte geschichtliche und gesellschaftliche Analyse, Trendbeobachtung, Einfachheit in der Gestaltung, Verständlichkeit in der Botschaft, Emotionalität und Authentizität als Übermittler sowie Menschlichkeit als Ziel.

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facade competition, vienna

color and material design for a parking garage

 

high school #9

book design for coop himmelb(l)au, vienna, austria

Book Design for COOP HIMMELB(L)AU (design collaboration, pre press, color management); project monography: “Central Los Angeles Area High School #9 for the visual and performing arts, Los Angeles, California, USA” published by Prestel

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